La Vida en España

Mein Auslandsstudium in Madrid

 
04Februar
2017

Marokko

Kamele in Tanger

Spontane Reisen sind doch die besten! Erst Anfang Januar gebucht, sind wir letztes Wochenende für einen Kurztripp nach Marokko gefahren. Wenn man schonmal die Möglichkeit hat für relativ wenig Geld da rüberzukommen, muss man es auch nutzen - So nah an Afrika werde ich wohl in näherer Zukunft nicht mehr wohnen!

Am Donnerstag ging's los: Um 23:15 mit dem Reisebus einer Organisation für internationale Studenten geht's ab in Richtung Süden. Geplant schlappe 8 Stunden Busfahrt bis zur Fähre in Tarifa nach Tanger.

An sich ein schöner Plan, wenn er denn nur wahr geworden wäre. Auf dieser elendig langen Busfahrt (Pausen netterweise immer genau in den Momenten, in denen ich fast eingeschlafen wäre) haben wir's irgendwie geschafft genug Verspätung zu sammeln, dass die Fähre um 8 Uhr morgens schon weg war, aber wir immer noch einige Zeit auf die 10 Uhr Fähre warten mussten. Weil das Wetter aber nicht wirklich gut war und die Strecke Tarifa-Tanger genau zwischen Atlantik und Mittelmeer verläuft (und deshalb anfällig für schlechtes Wetter ist) wurde die Fähre um 10 Uhr aus Tarifa abgesagt, sodass die Verantwortlichen schnell umgeplant haben und auf die Schnelle 2 Ersatzbusse geordert haben, die uns zum Hafen in Algeciras (etwa 30 Minuten entfernt) bringen sollten, von wo aus eine Fähre um 10:30 gehen sollte. Als das Kommando zum Boarding des ersten Busses kam, sind wir schnell los. Das hat mir allerdings gar nichts gebracht, weil ich der letzte aus unserer Reisegruppe war und nicht mehr in den ersten Bus passte... Also hieß es an der Bushaltestelle warten bei immer schlechterem Wetter - Wind, Regen, kalt, nachts wenig bis gar nicht geschlafen... Aber der Bus sollte ja in 5-10 Minuten da sein. Der Bus brauchte dann mehr so 25 Minuten und hielt auch nicht an der Bushaltestelle, sondern direkt vor dem Gebäude. Also hieß es dann nochmal kurzfristig 'nen 200m Sprint einzulegen. Wir kamen dann auch fast pünktlich an - wir waren die letzen, die auf das Schiff kamen.

Während der Überfahrt, haben wir dann verstanden, warum wir nicht direkt in Tarifa an Bord gehen konnten - so einen Seegang habe ich vorher noch nicht erlebt... Die Überfahrt dauerte ein gutes Stück länger als geplant, sodass wir statt 50 Minuten eher 2,5 Stunden gebraucht haben. Irgendwie sind wir dann doch in Afrika von Bord gekommen. Allerdings leider nicht am Stadthafen von Tanger, sondern am auf der Mittelmeerseite gelegenen Frachthafen, etwa eine Stunde außerhalb von Tanger. Dort sind wir dann nach den obligatorischen Zollchecks in die Touribusse gestiegen, die uns für die nächsten 48 Stunden in Afrika herumkutschieren sollten. Im Hotel angekommen sind wir dann statt wie geplant um 10 Uhr erst um 14:30. Gnädigerweise wurde der Nachmittagsfahrplan um eine halbe Stunde nach hinten verlegt, sodass wir bis 15:30 Zeit hatten einmal zu duschen/schlafen/essen...

Fahrt nach Tanger Sicht vom Hotelbalkon

Endlich fing der Urlaubsteil an. Zuerst haben wir eine kleine Stadtrundfahrt mit unserem Guide Mohammed "Momo" gemacht. Er hat uns einige der teils wirklich beeindruckenden Paläste der Könige und Reichen in Tanger gezeigt, bevor wir zur Atlantikküste von Tanger kamen. Dort besuchten wir zuerst die "Hercules-Cave". Das ist eine teils natürliche, teils frühmenschliche Höhle, die vom Atlantik ausgehöhlt wurde. (Was soooo besonders daran ist, weiß ich - sah aber auch so ganz schick aus) In der Höhle hatten wir dann leider nur eine knappe Viertelstunde Zeit, weil wir anscheinend hinter dem Zeitplan lagen.

Herkules-Höhle Sicht auf den Atlantik aus der Höhle

 

 

 

 

 

 

 

Weiter ging's für einen kurzen Zwischenstopp am ersten Leuchtturm Afrikas der genau an der Schnittstelle zwischen Atlantik und Mittelmeer steht:

Leuchtturm von Tanger Treffpunkt von Atlantik und Mittelmeer

Dann ging es zum vorläufigen Highlight der Tour: Kamelreiten an der Atlantikküste im Sonnenuntergang. Ein ziemlich lustiges Gefühl oben auf diesen Wüstenschiffen zu sitzen, hat aber definitiv Spaß gemacht!

Kamel vor dem Sonnenuntergang

Die Sicht vom Kamel Ein Selfie - keine Kommentare bitte :)

Die Karawane :)Nach dem kurzen Ritt ging es für uns dann Richtung Altstadt und Festung. Dort wurden wir von Momo durch die kleinen, teilweise nicht wirklich einladenden Gassen geführt - mitten durch einen lustigen Mix aus klassischen Tourifänger-Kitschverkäufern, "Original"-Sportartikeln und landestypischem Essen, Gewürzen und Teelädchen. Das vorläufige Ziel war ein Stoffladen, in dem wir eine kleine Verkaufsveranstaltung bekommen. Das ganze allerdings recht sympathisch kommentiert mit: "Ihr müsst hier nichts kaufen, ich werde sowieso bezahlt!" Deutlich weniger sympathisch war die darauffolgende Verkaufsveranstaltung in einem Naturmittelladen. Dort bekamen wir (eine Gruppe hauptsächlich bestehend aus Mädels) eine Wundercreme nach der anderen und auch noch ein paar total geheime Geheimöle angepriesen. Das ganze ging dann auch nur schlappe 1,5 Stunden. Auf einmal haben wir verstanden, warum die Reise so günstig ist :)

Die Altstadt Der Markt

Wieder im Hotel hätten wir uns der gesamten Gruppe anschließen können, wir wollten aber lieber auf eigene Faust und ein bisschen weniger touristisch essen gehen. Es gab Tajine, im Prinzip ein ähnliches Garsystem wie beim Römertopf, mit Hähnchen und allerlei typischem Gemüse - super lecker! Dazu noch eine unglaublich süße Limonade (ich glaube, irgendwas mit Zitronenmelisse?)

Limonada de la Hierva Buena   Im kleinen arabischen Restaurant       Tajine

Am nächsten Morgen ging es um 08:30 auf in Richtung Chefchaouen - Die Blaue Stadt! Nach einer gut zweistündigen Fahrt kamen wir an diesem genauso schönen wie touristischen Ort an. Zunächst - natürlich - gab es eine kurze Stadtführung durch die kleinen, blauen Gässchen, danach hatten wir gute drei Stunden Freizeit. Eine besondere Story gibt's hier nicht zu erzählen, die Fotos sollten ihre Wirkung tun:

Geniale Sicht vom Hausberg aus Was eine Kulisse Gruppenfoto am Hausberg Wandgemälde - alles in blau Der Blick vom Marktplatz aus Wirklich alles in blauAm nächsten Morgen hatte sich unsere Abfahrtszeit auf 11:30 Uhr verschoben, sodass wir uns zu viert nochmal aufmachten, Tanger alleine zu erkunden. Eigentlich wollten wir nur kurz ein paar Snacks für unterwegs kaufen, aber es endete dann doch ein bisschen anders: Wir wollten zu dem selben Markt wie Freitagabend, blöderweise war der aber aus irgendeinem Grund sonntags nicht geöffnet. Also fragten wir uns durch zu einem anderen Markt, der eigentlich in erreichbarer Distanz liegen sollte. Blöderweise konnte von uns allerdings keiner so wirklich gut französisch, sodass wir von den Wegbeschreibungen immer nur den Anfang verstanden haben - bis wir auf eine Gruppe von Frauen gestoßen sind, die uns mitgenommen haben, weil sie sowieso in die Richtung mussten. Letzlich war der Markt dann wohl doch nicht so nah - wir sind über eine Dreiviertelstunde gelaufen - aber dafür hat es sich umso mehr gelohnt!

Markt in Tanger Frisches Obst Alles Mögliche für wenig Geld Das ist das wahre AfrikaZurück wurde die Zeit dann doch ein bisschen knapp, deshalb haben wir uns ein Taxi rangewunken. Problem dabei: in Tanger dürfen in Taxis immer nur drei Fahrgäste mitfahren. Also ging es mit zwei Taxis die etwa zehnminütige Fahrt zurück zum Hotel - finanziell gesehen für 2,70€ mit 'ner Menge Trinkgeld wirklich kein Beinbruch, dafür aber definitiv eine interessante Erfahrung:

Taxifahren in Tanger

Danach ging es diesmal vom Stadthafen nach Tarifa mit der Fähre und von dort mit dem Bus dieselbe langweilige Strecke zurück ins Herz Spaniens nach Madrid. Montagmorgen um 02:00 Uhr war das Abenteuer dann auch schon wieder vorbei.

Die Moral von der Geschichte: Marokko ist eine Reise wert, das nächste Mal aber gerne etwas länger - und per Flugzeugwink

Hasta pronto,

Timo

06Dezember
2016

Granada


Alhambra mit Sierra Nevada

Und schon wieder ging's auf 'nen Wochenendtrip: Diesmal auf nach Granada! Granada war die letzte Hochburg der Mauren in Spanien, die etwa bis ins 15. Jahrhundert ziemlich weitläufige Teile in Südspanien besetzten, bevor die "Reyes Católicos" - die katholischen Könige, führt jetzt zu weit, das zu erklären - die Mauren nach und nach vertrieben und ihr Königreich damit vergrößerten.

Genug Geschichte - auf in die Gegenwart: Am Samstag machten wir uns (wir heißt in diesem Fall sechs Mädels und ich - ich bin's ja mittlerweile gewohnt tongue-out) auf den Weg. Weil unser Bus im Süden von Madrid schon um 07:00 Uhr abfährt, ging der Wecker um viertel vor Fünf. Das ist eine Uhrzeit zum Abgewöhnen... Dann ging's einmal mit der ersten Metro des Tages und einem mit Alkoholleichen gefüllten Regionalzug runter zu Estación del Sur. Auf in den Bus und ab geht's: nächster Halt Granada! Naja fast, zwischendurch kam noch eine Fahrerpause, die mich exakt in dem Moment erwischte, als ich fast eingeschlafen war...

Angekommen in Granada, machten wir uns zuerst an dem Infostand im Busterminal schlau, was man denn so in Granada neben der Alhambra alles noch so machen kann. Uns wurde daraufhin die "Night Adventure Tour" am selben Abend empfohlen, bei der wir den Erzählungen nach in einer kleinen Gruppe quer durch die Stadt wandern, den illegalen Teil Granadas und eine Höhle erkunden sollten - später mehr :)

Night Adventure Tour

Erstmal wollten wir alle nur ins Hostel und so nahmen wir den nächsten Bus ins Stadtzentrum, von dem aus es dann immer schön bergauf und durch die kleinsten Gassen, bis wir schließlich vor unserem Hostel standen. Der Empfang war sehr nett, man merkte allerdings auch direkt, dass die Beschäftigten/Dauergäste/Work-and-Traveller aus Australien o.ä.... alternativ angehaucht waren. Insgesamt ein schickes kleines Hostel, dass wir ja eh nur zum Übernachten brauchten.

Blick von oben auf die Kathedrale Eine der kleinen Gassen Unser schickes 7er Zimmer - 4-stöckigNach dem Einzug ging es dann langsam aber sicher auch schon wieder runter in die Stadt, um unsere Tour um 17 Uhr zu starten. Unten angekommen, hatten wir noch ein bisschen Zeit und so schlugen wir die Zeit in den Souvenirläden rund um die Plaza Nueva tot und warteten darauf, dass die Tour endlich los ging. Passend zu Fünf Uhr setzte dann auch der Regen - unser durchgängiger Begleiter ab dem Zeitpunkt für den Rest des Wochenendes - ein. Unser Guide Fabio war ein Brasilianer, der vor Granada auch schon in Madrid gelebt hat, und uns zu allererst ein paar dieser tollen wasserabweisenden Regen-Plastik-Säcke anbot. Ich - Dummkopf - dachte, meine Jacke würde das schon aushalten foot-in-mouth. Einmal fertig ausgestattet ging es dann einmal quer durch die kleinen Gassen des maurischen Viertels hoch in Richtung der illegalen Wohnungen am Berg der Stadt. Zwischendurch machten wir allerdings Halt an ein, zwei schönen Aussichtspunkten:

Alhambra mit einsetzendem LichtUnsere Kolonne von Regensäcken Mitten im maurischen Viertel Albaícin

Nach dieser noch klassischen Touri-Route ging es jetzt ein bisschen steiler, weniger asphaltiert und mehr illegal in Richtung der kleinen Felshöhlen, in der tatsächlich Menschen leben. Hier gibt es kein fließendes Wasser und der Strom wird selbst erzeugt - zum Beispiel durch Solarzellen. Das Viertel ist illegal, weil ganz offiziel niemand hier wohnt. Die spanische Regierung ignoriert die kleinen Wohnungen und weiß dementsprechend auch nicht, wie viele Menschen hier oben wohnen. Hier leben also nicht-registrierte und rein formell illegale Einwohner. Oben über dem Viertel verläuft die äußere mittelalterliche Grenzmauer Granadas und an der Spitze des Berges gibt es eine kleine Kirche, von deren Vorplatz man eine wunderbare Sicht über ganz Granada hat:

Die Sicht von Oben Alhambra bei Nacht Kirchen gibt's auch einige

Jetzt ging es einmal quer durch die Stadt in Richtung Alhambra. Hier, irgendwo unterhalb der Alhambra und des Generalife erklärte uns Fabio, dass hier jetzt der Abenteuerteil der Tour beginnt und schlägt auch sofort einen relativ steilen und nur ein bisschen ausgetreten Pfad ein. Wir stiegen immer höher und dachten schon, dass der Weg ins Nirgendwo führt, als Fabio vor dem Höhleneingang stehen bleibt: "Es gibt vier Ausgänge und wenn jemand Panik kriegt, kann er rausgehen". Charmante Ankündigung wink Also sind wir rein in die Höhle und im Kriechen, Hocken und mit zwischenzeitlichen Kopfstoßen kämpfen wir uns durch den kleinen Gang:

Die Höhle ist schon klein...Als wir wieder rauskommen, geht's auch direkt wieder runter. Denselben steilen Weg, nur diesmal mit mehr Rutschen. Unten angekommen, verstehen wir dann auch, warum die Tour eigentlich ausschließlich von jungen Leuten gebucht wird wink

Jetzt geht es langsam zurück Richtung Plaza Nueva und zum Ende der Tour - wir sind uns einig: die 20€ haben sich gelohnt!

Da es jetzt erst kurz nach Acht ist, gehen wir - absolut regionaltypisch *hust*- noch schnell bei einem Falafel und Pizza-Laden essen, weil wir alle nicht wirklich Lust hatten noch eine halbe Stunde durch die Stadt zu irren, in der Hoffnung irgendeinen Laden zu finden, der ein bisschen besser in's Feeling passt.

Das Feeling holten wir dann nach, indem wir noch in eine diesmal wirklich typische arabische Bar gingen und uns einen schönen, warmen Tee gönnten.

Arabische Bar in Granada Tee im arabischen Stil

Da wir alle höllisch müde sind, geht's ziemlich schnell nach Hause, sodass wir alle noch vor Mitternacht im Bett sind. 

Am nächsten Morgen stehen wir relativ früh auf, um noch Karten für die Alhambra zu kriegen. So macht sich die Hälfte schon vor Öffnung der Rezeption auf den Weg, während der Rest noch wartet, um die Schlüssel zurückgeben und die Rucksäcke und Taschen im Hostel wegpacken zu können. Es regnete auch am Sonntag, sodass die Fotos alle ein bisschen düsterer aussehen, als im Hochsommer. Dafür hatten wir im Dezember immer noch fast 15°C!

Am Sonntag gibt es nicht so viel zu erzählen. Ich lasse einfach mal Bilder für sich sprechen:

"La Alhambra"

Generalife Generalife

Generalife

Palacio Nazaríes Palacio Nazaríes

Palacio Nazaríes

Palacio Nazaríes Sicht von der Alcazaba

"Die maurische Straße"

              

Das war mein Wochenende in Granada. Eine sehr schöne Stadt, gerade groß genug, dass man ein Wochenende gut herumkriegt!

Hasta luego

Timo

28November
2016

Portsmouth

Spinnaker-Tower

Nach schon wieder knapp 3 Wochen im Uni-Alltag wurd's mal wieder Zeit für einen Ausflug. Diesmal war aber ausnahmsweise keine Stadt in Spanien das Ziel, sondern Portsmouth. Einer der großen Vorteile des EBP ist, das wir uns in Europa weit verteilen - und neben Madrid auch in Portsmouth Studenten aus Münster sind. Und weil man solche Vorteile nutzen muss, habe ich ein Wochenende in der Studentenstadt im Süden Englands Urlaub gemacht.

Am Donnerstagabend ging's nach der letzten Vorlesung los: noch schnell den Rucksack holen und auf zum Flughafen - lieber zu früh da sein, ist ja nunmal ein Flug mit Passkontrolle. Die Idee mit dem früher Dasein war auch ziemlich gut, aber weniger wegen der Passkontrolle (keine 5 Minuten in der Schlange), sondern eher weil der verdammte Flughafen einfach viel zu weitläufig ist. Man läuft zuerst von der Metrostation ganz locker 20 Minuten bis zur Sicherheitskontrolle und danach auch nochmal bestimmt eine Viertelstunde bis zu meinem Gate - natürlich das vorletzte, im hintersten Eck des Flughafens. Unser Flug war gefühlt der einzige in dem Terminal.

Irgendwann hatte ich den Weg dann aber doch geschafft und konnte mich über meinen Mittelplatz freuen... Wirklich ein Traum, wenn man von links und rechts eingequetscht wird. Irgendwie habe ich es doch hinbekommen, fast einzuschlafen, aber dann musste natürlich das Wetter einsetzen, dadurch wurde der ganze Flug ein bisschen wackelig und mit dem Schlafen war's dann auch ziemlich vorbei. Zumindest sind wir überpünktlich gelandet!

Das war allerdings auch nicht direkt positiv: Ich hatte mir im Vorhinein einen Zug eine Stunde nach Landung ausgesucht, weil der ohne Umsteigen direkt zu der Station bei meinen Münsteraner Kommilitonen führt. Ich war allerdings über 45 Minuten zu früh am Bahnhof und habe mir deshalb erst ein Abendessen gekauft und dann auf die Anzeigetafel geschaut: Da wäre ein Zug genau passend gefahren, habe ich aber nicht gesehen. "Na gut", denke ich, "wird schon irgendwie gehen... Ist ja nur noch eine halbe Stunde...". Denkste! Erst hat der Zug 10 Minuten Verspätung und bleibt zur allgemeinen Belustigung selbst des Zugführers an der ersten Station nach London Gatwick Airport für eine knappe halbe Stunde stehen...

Lange Rede kurzer Sinn: kurzweilige Anreise :|

Das ganze hat aber nichts daran geändert, dass das Wiedersehen mit meinen Studienfreunden sehr schön war. Dank Zeitverschiebung und spanischem Zeitgefühl, wodurch 1 Uhr nachts als Ankunftszeit noch erträglich für mich waren, haben wir danach noch 'ne ganze Zeit in der Küche gesessen und uns gegenseitig auf den neuesten Stand in der Uni gebracht. Schon interessant, wie unterschiedlich Ausbildungssysteme in unterschiedlichen Ländern sind: So gibt's in England noch kürzere Vorlesungen als in Madrid, allerdings weniger "schulisch" und noch mehr wie man sich eine klassische Uni vorstellt, mit vielen Seminararbeiten und Tutorien.

Am nächsten Tag durfte ich mir eine Vorlesung mit dem Thema "vertical integration" anhören. Das wäre mit Sicherheit interessant gewesen, allerdings hatte ich das Thema schon in Deutschland und auch in Madrid... Danach ging's in ein kleines, altes, typisch-englisches Teehaus, wo es sehr leckeren "pie" bei sehr... interessanter Musik gab... Danach ging's dann entspannt nach Hause den Tag ausklingen lassen...

Der nächste Morgen fing genauso entspannt an, wie der letzte aufgehört hatte und so blieb mir leider etwas Zeit, um für meine Uni etwas weiterzuarbeiten - ich habe ja leider im Moment auch nicht frei... Währenddessen "durfte" ich dann Gilmore Girls mitgucken. Nicht, dass ich verstehe, worum es geht, noch, warum es so unfassbar schlecht sein soll... Da flieht man schonmal für ein Wochenende aus einer 5er WG mit 4 Mädels um dann in England Gilmore Girls zu gucken... Irgendwann war dann das Interesse an dieser komischen Sendung doch nicht mehr so groß und so ging's nochmal in das Outlet-Center am Hafen. Wirklich schön da (siehe Fotos), nur der Wind bei ein bisschen über 5°C hat schon genervt... Abermals ging's für einen entspannten Abend nach Hause.

Die Hiobsbotschaft schlechthin: Am Sonntagmorgen musste ich den Zug um kurz vor 9 Uhr nehmen. Entspanntes Frühstück adé... Eigentlich lief alles ganz gut, extra was früher aufgestanden, rechtzeitig mit dem Frühstück fertig, und trotzdem hätte ich fast den Zug verpasst. So war mein Abschied aus Portsmouth dann leider ein bisschen überhastet :(

Und so saß ich dann (schon wieder) viel zu früh in Gatwick am Flughafen und ärgerte mich, dass ich nicht den Flug am Abend gebucht hatte... Die Rückreise verlief ansonsten recht ereignislos, sodass ich dann so langsam zum Ende komme - der Eintrag hat ja eh schon Überlänge tongue-out

               Selfie bei Nacht                        Selfie bei Tag 

An die WG in Portsmouth: Danke, dass ich bei euch übernachten konnte! War ein super Wochenende und bis demnächst - hoffentlich in Madrid!

Hasta luego

Timo

15November
2016

Mädels-WG :|

Man(n) weiß, dass man in einer 5er-WG mit 4 weiblichen Mitbewohnern wohnt, wenn man eigentlich nur kurz in die Küche geht, um den Abwasch zu machen... Dann allerdings mal locker flockig das Liebesleben der einen mitbekommt und die Einstellung sämtlicher anderer Damen im Hause bezüglich Friendzone erläutert bekommt... Ein Traum :|

Das ist dann der Moment, wo ich mich lachend verabschiede und dann doch lieber das Länderspiel gucke XD

13November
2016

Home Sweet Home

Nach 3-wöchigem, krankheitsbedingtem Heimaturlaub ging's letzen Sonntag zurück in die "Heimat auf Zeit" - Madrid!

Es ist definitv ein gutes Gefühl wieder hier zu sein, insbesondere ziemlich beschwerdefrei. Auf all zu viel verzichten muss ich auch nicht - ich spare mir für's erste mal abgepacktes Fleisch (insbesondere Hühnchen) und das Kranwasser. Abgefülltes Wasser ist schließlich auch nicht so übermäßig teuer.

In der letzen Woche habe ich dann zwar einerseits gemerkt, dass ich mit dem Stoff nicht übermäßig hinterherhinke. Heftig ist allerdings, dass ich in jedem - wirklich jedem - Fach eine mehr oder weniger umfangreiche Aufgabe zu erledigen habe.

Direkt am Montag gab's schon das erste Zwischenexamen - was überraschend gut lief - und am Donnerstagmorgen habe ich dann auch die Spanischklausur nachgeschrieben. Mal schauen, was da raus kommt. Meine Matheklausur durfte ich wegen den aktuellen Projekten eine Woche nach hinten legen, auf nächste Woche Montag. Da bin ich dann hoffentlich mit den Projekten durch und kann mein Wochenende für Mathe-Büffeln verwenden... Jippieh...

Am Samstag habe ich mir dann doch noch ein billiges, kleines Regal vom IKEA besorgt und zack: schon hab ich 'ne Menge mehr Platz auf'm Schreibtisch! So lässt sich's besser leben :)

Ich habe mir (mal wieder) vorgenommen, von jetzt an immer Sonntagabends (und wenn was dazwischenkommt auch zwischendurch) - kurz regelmäßiger hier zu schreiben.

Noch ein kleiner Blick in die Zukunft: In nicht einmal zwei Wochen geht's für 'nen Wochenendtrip rüber nach Portsmouth. Dann steht wohl auch vor Weihnachten noch ein Trip nach Sevilla (oder Bilbao) an. Und dann dauerts auch keine vier Wochen mehr bis zu den Endklausuren. Tja, auf einmal geht's dann schnell und schon ist Weihnachten :)

Hasta luego

Timo

08Oktober
2016

Schon wieder so lange her...

Tschuldigung, dass ich mir schon wieder so viel Zeit gelassen habe... Es bleibt allerdings dabei, dass im Moment nicht viel passiert: Vieles ist im Moment der klassische Uni-Alltag.

So langsam bin ich endgültig drin, im Rhythmus der Uni. Montags, mittwochs und alle zwei Wochen Freitags früh raus, dienstags, donnerstags und die anderen Freitage spät aufstehen. Mein Handywecker hat das mitterweile auch verstanden... Die Uni an sich läuft gut und erstaunlicherweise merke ich tatsächlich Fortschritte: ich habe quasi keine Probleme mehr die Spanier zu verstehen! Auch wenn ich schon am Anfang keine großen Probleme hatte, so kriege ich doch mittlerweile immer mehr Feinheiten mit.

Was die Fächerwahl angeht, habe ich definitiv die richtigen Entscheidungen getroffen: In zwei Fächern gibt's 'ne ganze Menge Allgemeinwissen was die Wirtschafts- und internationale Firmenwelt angeht, in Spanisch gibt's ein immer größer werdendes Vokabular, in Finanzmathe nützliche Formeln und in dem Kompetenzentwicklungskurs kann ich meinen Lebenslauf und mein LinkedIn-Profil unter Anleitung auf Vordermann bringen.

Das erste Zwischenexamen ist auch schon geschrieben und bestanden. Demnächst kommt dann die heiße Phase mit einigen weiteren Prüfungen, aber wie es bis jetzt scheint, dürfte das auch nicht besonders schwer werden, wenn man sich ein bisschen vorbereitet...

Was gibt's sonst noch so zu sagen... Naja, ich spiele im Moment viel Klavier - nehme bekloppterweise bei 20° Außentemperatur Weihnachtslieder auf - und versuche ein wenig Ordnung in meine Notizen zu bekommen, die Zwischenprüfungen kommen halt bald.

Der Wetterbericht sagt an, dass es demnächst auch hier was kälter wird, worauf sich mein Körper gedacht hat: dann fangen wir uns doch mal 'nen Schnupfen... Das erzähl' ich gerade auch nur, weil es halt wirklich nicht besonders viel Besonderes im Moment hier gibt.

Hasta luego

Timo

26Sept
2016

Was lange währt...

...wird am Ende auch nicht zwingend gut wink

Ich hab mich jetzt über eine Woche lang nicht mehr gemeldet. Das liegt weniger daran, dass ich keine Lust mehr habe oder irgendetwas mich davon abgehalten hätte. Viel mehr ist einfach nichts wirklich weltbewegendes passiert.

Ich gehe grade nochmal meine Woche durch: Montag Uni, Dienstag Uni, Mittwoch Uni, Donnerstag Uni, Freitag ein bisschen weniger Uni und abends wegen Geburtstag das Teatro Kapital ausprobieren, Samstag ausspannen, Sonntag für die Uni arbeiten...

Es ist halt wirklich nichts passiert... Wir sind immer noch zu viert in der Wohnung, die letzte Mitbewohnerin wird wohl Ende der Woche hier eintrudeln. Glücklicherweise kommen am Mittwoch wohl Freundinnen von Louisa. Ein Glück, sonst würden sich die paar Mädchen in der WG wahrscheinlich fremd vorkommenlaughing

Das ist vielleicht das Eindrücklichste dieser Woche: Es macht nicht zwingend Spaß nur mit Mädchen zusammen zu wohnen... Das fängt an mit Kleinscheiß wie Haaren überall und geht weiter damit, dass wir Freitag eigentlich gemeinsam zum Geburtstag von Tommy wollten... Der sollte um 9 beginnen und ist ne halbe Stunde entfernt gewesen. Als ich mich dann so gegen 8 fertig gemacht habe, durfte ich die volle Bandbreite von 3 Mädels mitkriegen, die sich fürs Ausgehen vorbereiten... Lasst es mich so sagen: Ich bin dann mit ner anderen Freundin "schon" zu halb 10 hingefahren. Meine Mitbewohnerinnen waren dann um halb 11 da...

Am Ende waren dann doch alle da

Man glaubt's kaum, aber wir haben's tatsächlich in den Club geschafft. Für schlappe 17€ Eintritt gab's dann 7 Stockwerke Party. Aber einerseits weil ich nicht direkt DER Club-Typ bin, andererseits wegen den wirklich heftigen Preisen (7€ für ein Carlsberg-Pils, 12€ für 'nen Longdrink) wird mich das Kapital wohl nicht wieder sehen...

Kommen wir noch kurz auf gestern: Wir haben gestern deutsch gekocht. Also so mitteldeutsch: Jägerschnitzel mit Fast-Bratkartoffeln und zum Nachtisch Kaiserschmarrn. War zwar auf der einen Seite lecker, aber auf der anderen Seite hab ich gestern Nacht schon gedacht, dass ich irgendetwas davon nicht so gut vertragen habe. So musste es dann natürlich auch kommen, sodass ich dann seit heute meine ersten paar Fehlstunden an der Uni habe. 

Also zusammenfassend: Ich habe mich lange nicht gemeldet, aber es passiert halt im Moment auch nicht viel außer Alltag. Das jetzt bitte aber nicht negativ verstehen: ich bin ja nunmal nicht auf Urlaub hier. Mal schauen, was wir die Tage noch machen. Ich schätze Louisa wird viel Zeit mit ihren Freundinnen verbringen. Fotos machen und so... Da muss ich dann nicht unbedingt mit, aber vielleicht machen wir demnächst ja nochmal einen Tagestripp in die Gegend rund um Madrid...

Was im Moment nicht ganz so alltagsmäßig ist, sind meine Flug- und Zugbuchungen. Es war ja schon länger der Plan, jetzt sind die Flüge gebucht: Ende November geht's nach Portsmouth die EBP-Engländer besuchen. smile 

So setze ich mir im Moment ein kleines bisschen Etappenziele: alle paar Wochen steht etwas besonderes an, auf dass man über die manchmal eintönige Uni hinarbeiten kann...

Hasta pronto und diesmal wirklich n bisschen früher

Timo

18Sept
2016

Mitbewohnerinnen

Jetzt sind wir innerhalb von 3 Tagen um 2 Mitbewohner gewachsen: Am Mittwoch ist Karo aus Mexiko angekommen und am Freitag ist dann auch Paula aus Nordspanien hier angekommen. Beide sind hier zum Studieren und bleiben auch bis nächstes Jahr im Frühling, sodass wir uns nicht viel an andere Mitbewohner werden gewöhnen müssen...

Am Freitagabend sind wir dann direkt zum Einstieg zu 100 Montaditos 'nen Happen essen und billig ein Bierchen trinken gewesen. Danach wollten wir eigentlich noch ein bisschen weiter, sind allerdings gegen 12 Uhr schon wieder zu hause gelandet. Da noch eine Freundin von Paula vorbeigekommen ist, saßen wir dann etwa bis 3 Uhr mit 5 Mann - oder besser 1 Mann und 4 Frauen - noch in unserem Wohnzimmer und haben uns n bisschen besser kennengelernt. 

Fazit: Das werden mit Sicherheit interessante Monate, weil wir wohl noch eine US-Amerikanerin als 5. Mitbewohnerin bekommen... Die Frage ist allerdings, wie ich das hinkriege mit 4 Mädels nicht völlig durchzudrehen... Mal schauen

Hasta Pronto

Timo

18Sept
2016

Toledo

Mal wieder 'n Lebenszeichen:

Freizeitbeschäftigung Nummer 1 in Madrid: Reisen. Gestern ging's für den ersten Trip nach Toledo. Toledo liegt etwa eine Stunde mit dem Bus im Süden von Madrid. Es ist die Hauptstadt der autonomen Region (sowas wie ein Bundesland) Castilla-La Mancha und wirkt wie eine kleine, mittelalterliche Stadt mitten im trockenen Land rund um die Landeshauptstadt. 

Um halb zwei haben wir uns dann mit dem Großteil der EBPler und unserer mexikanischen Mitbewohnerin am Fernbusbahnhof Plaza Elíptica getroffen. Um Zwei ging's dann in den Bus und in nicht einmal einer Stunde waren wir auch schon am Fuß von Toledo. Das Problem ist: Toledo liegt auf einem Berg und der Busbahnhof nicht oben... Daher zuerst: Hochlaufen! Und das in Serpentinen... Ein wahrer Spaß, aber die Aussicht von oben belohnt die Anstrengungen dann doch...

Aussicht von Oben

Blöderweise liegt das Stadtzentrum noch ein bisschen höher - insgesamt ist die gesamte Stadt schon ziemlich hügelig, immer wieder hoch und runter. Also ging's weiter rein und ein paar Sehenswürdigkeiten abklappern. 

Catedral de Santa María de la Asunción de Toledo Von der anderen Seite

Wie das letzte Bild sehen viele Sträßchen in Toledo aus: klein, verwinkelt und mit teilweise sehr schönen Häusern links und rechts. 

Da man als negativen Punkt über Toledo sagen muss, dass es völlig von Touristen überlaufen ist, haben wir uns entschieden mal nicht mehr der Masse zu folgen, sondern abseits der klassischen Wege zu wandeln... Und siehe da: per Zufall haben wir schon wieder einen sehr schönen Aussichtspunkt gefunden:

Monasterio de San Juan de los Reyes Und ein Gruppenbild als Andenken

Im Großen und Ganzen, als Fazit sozusagen, ist Toledo eine wirklich schöne Stadt, die man gesehen haben muss. Aber da es schon ziemlich von Touristen überfüllt ist, verliert es leider ein bisschen so ein bisschen den Charme einer kleinen, idyllischen, mittelalterlichen Stadt. Aber da man von Madrid aus so schnell da ist, und wir die Busfahrt im Metroticket mit drin haben, war's definitiv den Ausflug wert!

13Sept
2016

Uni - neuer Zwischenstand

Heute war der letzte Tag des Ausprobierens, und am Ende war's dann doch überraschend einfach, die richtigen Fächer auszuwählen. Mein Stundenplan ist fertig und gefällt mir ausgesprochen gut: montags und mittwochs von 08:30 bis kurz vor eins, dienstags und donnerstags von eins bis vier - SO lässt's sich leben laughing

Mal schauen, wie sich der Uni-Alltag so gestaltet, aber Stand jetzt bin ich ganz zufrieden, insbesondere weil viel Internationales auf dem Plan steht.

Hasta Pronto,

Timo

11Sept
2016

Touri, Touri und nochmal Touri

Dieses Wochenende haben wir uns ausschließlich auf's Touri-Dasein beschränkt. Naja, fast: Samstag morgen war bei mir noch großes Waschen angesagt :)

Zum frühen Abend hin ging's dann los in Richtung Parque del Retiro. Der ist relativ groß und grün - und zum Glück recht nah am Stadtzentrum. Ich hatte 'n bisschen was Grünes auch dringend nötig, da merkt man, dass ich vom Dorf komme :)

Im Retiro sind wir dann bestimmt gute zwei Stunden hin und her gestromert, haben viele Fotos gemacht und zwischendurch noch die verspätete Siesta eingelegt (ich zumindest :D). Da retiro auf spanisch so viel wie Ruhestand oder Abgeschiedenheit heißt, war das quasi nicht abzuwenden

 Descanso im Parque del Retiro

Aber wie gesagt, viele Fotos sind auch sonst noch entstanden:

                Reiterstatue am großen Teich Der große Teich in der Mitte

Über den Teich zur Statue Palacio de Cristal La Rosaleda La Rosaleda

Danach ging's für 'n Eis nochmal runter zur Plaza Mayor - wie erwartet: LECKER!

Am Sonntag sind wir's dann nochmal ein bisschen ruhiger angegangen: Mittags gegen 14 Uhr wollten wir eigentlich in ein Freibad, aber leider haben wir keins gefunden, dass offen hatte. Klingt verwunderlich, aber es scheint, als wäre die Freibad-Saison in Madrid seit diesem Wochenende vorbei...

Aus der Not heraus, haben wir uns stattdessen in einen etwas kleineren und zwar weniger schönen, aber genauso heißen Park gelegt und die Sonne arbeiten lassen cool

Dehesa de la Villa

Gegen halb sechs sind wir dann einmal schnell nach hause, um uns später zum Sonnenuntergang am Templo de Debod wieder zu treffen. Das ist 'ne wirklich schöne Gegend!

  Edificio España                Monumente a Cervantes                  Templo de Debod Templo de Debod Ausblick vom Tempel aus

Aus dem Sonnenuntergang wurde dann noch eine mittelgroße Nachtwanderung im Touri-Style:

Palacio RealPalacio Real in der DämmerungCatedral de la Almudena

Das war mein Wochenende, hasta pronto

Timo

 

08Sept
2016

Die ersten Tage Uni

Und alle paar Tage grüße ich. OK, die Eröffnung war schlecht, aber ich studiere ja auch nicht Journalismus smile

Die letzten Tage war ich viel in der Universität, um mir möglichst viele Vorlesungen anzugucken, da wir bis allerspätestens nächste Woche Freitag unsere Kurse ausgesucht haben müssen. So langsam bin ich mir allerdings mehr oder weniger sicher, welche Kurse es sein werden. Wenn mein Stundenplan dann noch halbwegs mit dem Spanischkurs übereinstimmt (von dem ich noch nicht weiß, wann er ist), habe ich einen sehr, sehr entspannten Stundenplan. Das System hier besagt, dass man montags und mittwochs jeweils dieselben Kurse hat, und dienstags und donnerstags. Dazu kommen dann immer abwechselnd Freitage, an denen die montags/mittwochs-Kurse anstehen, oder halt Freitage an denen die dienstags/donnerstags-Kurse anstehen. Mein Stundenplan besagt, dass ich montags nur von 10 Uhr bis kurz vor 13 Uhr Uni habe, und dann dienstags noch von 13 Uhr bis 17:30 Uhr. Sehr schöne Zeiten. Das ganze kann sich allerdings noch ein bisschen verschieben, weil wir ja noch nichts fix wählen mussten... So oder so: deutlich weniger Vorlesungen als in Münster, allerdings sehe ich schon die Hausarbeiten auf mich zu rollen laughing

Heute Vormittag war dann der Maler da und hat (nach allen anderen Zimmern) auch meins einmal neu angestrichentongue-out
Das sieht in weiß schon noch was besser aus... Unsere Mitbewohner machen sich entweder heute Abend oder morgen Früh von dannen, sodass wir wahrscheinlich morgen einmal komplett durchputzen werden, sodass die neuen Mieter dann 'nen guten Eindruck von uns kriegen.

Hasta pronto

Timo

04Sept
2016

Das erste Wochenende

Am Samstag sind wir ein bisschen durch die Stadt getingelt - den "Touri" machen, was wir allerdings noch 'n paar mal machen müssten, um alle Top-Orte zu finden laughing.

Es ging also los zum Mercado San Miguel in der Nähe von der Plaza Mayor. Das ist ne wirklich schicke Ecke, auch wenn's ein bisschen touristenlastig ist. Wir sind ein bisschen herumgestromert und haben uns bei "llao llao" einen wirklich leckeren Frozen Yoghurt gegönnt. Danach haben wir uns noch ein bisschen mit mehr oder weniger unnötigem Kleinscheiß, Deko und Büroartikeln eingedeckt - ohne zu wissen, dass eine andere Filiale derselben Kette auch bei uns um die Ecke gewesen wäreundecided Plaza Mayor 

Am Abend haben wir uns dann mal wieder das Madrider Nachtleben angetan. Bis 2 Uhr nachts in kurzer Hose und Hemd draußen auf der Plaza San Ildefonso sitzen macht bei immer noch gut 25/26°C schon noch mehr Lust, als in der Hitze zu versuchen zu schlafen. Danach war die Luft bei mir allerdings ziemlich raus, weshalb ich mir den Club für schlappe 15€ dann mal gespart hab...

Weil's dann aber halt auch so schon spät war, hat's am Sonntag dann was länger gedauert, bis ich aus den Federn kam. Das war dann aber auch nicht wirklich schlimm, da die Mädels gerne zum Mercado de Diseño wollten, also zu einer Design-Messe, wo ich mich dann mal ausgeklinkt habe wink

Abends sind wir allerdings dann nochmal los zu den Terraza Atenas. Das ist so eine kleine Bar im Park (mit ganz schön hohen Preisen), wo am Sonntag eine Veranstaltung vom Citylife-Büro stattfand. Die Atmosphäre war wirklich schön, aber nach einem Bier für 5€ war das Budget dann auch schon aufgebraucht - wir mussten ja auch früher nach Hause, weil am Montag zum ersten Mal Vorlesungen auf dem Programm standen... Terraza Atenas Terraza Atenas Nachts

Hasta Pronto

Timo

 

03Sept
2016

Einzug (die Zweite) und Uni (die Erste)

Heute morgen um 10 war's soweit: Das erste Mal an die spanische Uni - Einführungstag. Sterbenslangweilig wie erwartet, und - Überraschung - es läuft nicht viel wie geplantwink

Um's kurz zu halten: Wir sind weder immatrikuliert, noch hat die Uni 'ne Ahnung davon, was wir eigentlich gewählt haben. Hat ja gut funktioniert mit dem ganzen Papierkram laughing

Sin embargo, wir haben zumindest unsere horarios, also den Plan mit den Zeiten der unterschiedlichen Kurse bekommen, sodass wir uns übers Wochenende zusammensuchen können, wann wir wo zu sein haben.. Wird schon werden!

Innenhof der Uni

Nach der Uni gings dann auf in Richtung Ikea, der nächste ist ja schließlich nur ne gute Stunde von hier... Zuerst aber nochmal ein kleiner Abstecher in Richtung Citylife-Büro für die spanische SIM-Karte, ist nun mal deutlich billiger money-mouth

Danach weiter Richtung Puerta del Sol, um nach Plan in die Metrolinie 1 zu steigen... Aber Pläne überleben ja nun mal nie den ersten Feindkontakt: die Metro fährt im Moment nicht. Also: umplanen! Erst mit den Cercánias an den Stadtrand fahren, dann in den Bus und am Ende nochmal knapp 700 Meter laufen. Klingt nicht so schlimm, war's auch nicht, bis dass der Bus, der alle 9 Minuten fahren sollte, über eine halbe Stunde zu spät und völlig überfüllt ankam...

Noch besser wurde die ganze Aktion, als wir blöderweise an der falschen Bushaltestelle ausgestiegen sind (sehr, sehr änlicher Name). Da waren's dann auf einmal 1,6 Kilometer bis zum Ikea. Um 16:00 Uhr. Bei 35°C im Schatten. In der prallen Nachmittagssonne... Ne, war toll der Weg laughing

Zumindest haben wir dann im Ikea so ziemlich alles gefunden, was wir haben wollten (von Kissen, über nen zweiten Bettbezug bis hin zur Schreibtischlampe) und dann gab's auf dem Rückweg im Corte Inglés gegenüber auch noch den lang ersehnten Ventilator.

Kaum zuhause, will ich zuerst die Lampe anschließen, da mein Deckenlicht immer noch nicht geht, und stelle fest, dass mir die Glühbirne fehlt... Also will ich den Ventilator anschließen und stelle fest, dass mir dafür ein Schraubendreher fehlt... Läuft!

Zumindest ist der Plan für morgen früh klar: erstmal 'ne Glühbirne und 'nen Schraubendreher. Danach soll's dann ein bisschen Tourifeeling sein, man muss die Stadt in der man lebt nun mal kennen :)

02Sept
2016

Einzug

Nachdem ich die erste Nacht in Madrid im Hotel war, gings heute dann erst zum Citylife Büro und danach direkt zur Agentur: Vertrag unterschreiben, Schlüssel abholen. Problem: Im Hotelzimmer war's schön kühl, Wetter schön: Geh ich die 20 Minuten halt zu Fuß. Was ich vergessen hab: 35°C im Schatten!! 

Mit völlig durchgeschwitztem T-Shirt und immer noch am ölen stehe ich also in dem Büro und darf mich in einen nicht wirklich klimatisierten Raum setzen, um mir Dinge in Spenglisch anzuhören, die ich mir schon vorher im Internet durchgelesen hatte... Dabei wollte ich eigentlich nur kurz meine SIM-Karte, das Starter-Paket und ne Metro-Karte abholen... Das Ganze hat dann so lange gedauert, dass ich vorzeitig wegmusste, um noch zur Agentur zu kommen. Wieder zu Fuß!

In der Agentur für die Wohnung - Überraschung! - war die Klimaanlage wohl auch mehr Schein als Sein. Das hat sich dann auch wieder 45 Minuten hingezogen.

Danach: Zurück zur Wohnung, Koffer aus dem darüberliegenden Hotel holen, irgendwie in dem 1,5-Personen Aufzug mit nach Unten bekommen (vom 5. in den 1. Stock) und in mein neues Zimmer wuchten.

Zwischendurch nochmal kurz was bei Burgerking essen und gegenüber im Corte Inglés noch was einkaufen und dann einräumen.

Zusammengefasst: Nur zu tun! XD

Abends gings dann nochmal um kurz vor neun für 3 Stündchen raus, ein Bierchen trinken - wieder zu Fuß. Endlich wieder zu hause (so gegen halb eins) war das Bett einfach zu einladend, weshalb der Eintrag erst heute kommt :)

Hasta Pronto!

Timo

1,5-Personen-Aufzug Zimmer vom Fenster Zimmer von der Tür

31August
2016

Takeoff und Arrival

Heute wurd's dann tatsächlich ernst. Nach gut 10 Monaten Wechsel zwischen Vorfreude und Panik (nach dem Motto: Warum zum Teufel hab ich eigentlich diesen Studiengang genommen?) gings dann heute tatsächlich los.

Bis dass das Gepäck am Flughafen aufgegeben war, war der Stress schon noch hoch (auf einmal war's dann doch so nah und noch so viel zu erledigenfoot-in-mouth), aber mit den Koffern war dieser dann auch weg - kein Weg mehr zurück :)

Der Flug an sich (2h 10m) hat sich wie einer der kürzesten aller Zeiten angefühlt - dazu passt, dass wir allen Ernstes zu FRÜH gelandet sind wink. Mein "Chauffeur" Alejandro war ein sehr geschwätziger Ur-Madrilene und hat mir auch gleich empfohlen, doch unbedingt Uber zu nutzen. Geschäftstüchtig sind sie also auch, die Spanier.

Und jetzt sitz ich hier im Hotel, hab Langeweile, und schreibe endlich meinen ersten Blogeintrag - musste ja irgendwann so kommen. 

Ich hoffe ich hab' euch nicht alle abgeschreckt mit meinem grausamen Schreibstil, und es finden sich tatsächlich ein paar Interessierte, die mich noch nicht direkt vergessen haben laughing

Buenas noches y hasta pronto!

Timo

Abflug aus Köln In-Flight